Über dieses Blog und mich

Auch wenn ich im es im Alltagsstress bei weitem nicht immer bin – am liebsten mag ich mein Mama-Sein, wenn ich die Quatschmama bin. Wenn mein Kind und ich durch die Fußgängerzone schlendern, sie ein Phantasielied anstimmt und ich mit einsteige. Wenn sie zum drölfzigtausendsten Mal die „Piraten“-CD von Eddi &Dän einlegt und ich ihr spontan eine Gurke reiche, mir selbst eine Karotte nehme und wir einen Schwerttanz durch Küche und Wohnzimmer ausfechten. (Wobei übrigens ihre Gurke tatsächlich meine Karotte geköpft hat! Aaaa!) Oder wenn wir Zwei spontan in eine Phantasiesprache wechseln und uns Minutenlang nur in Kraweschnuuuukala rampetschkwa Labatüt? – Wallaho! Rampuff. – Ewukwi? – Mapsiwocka-katüll! unterhalten. Das sind meine persönlichen Lieblings-Quatschmama-Momente.

Auch mein Kind liebt – natürlich – diesen Quatsch. Und darum heisst sie hier die Quatschnudel. Sie ist im Herbst 2013 geboren und dem bisherigen Anschein nach weiblich.

Ich, die Quatschmama, entdeckte meine Begeisterung fürs Attachment Parenting und die bedürfnisorientierte Elternschaft in den ersten Lebensmonaten der Quatschnudel. Also dieses ganze: Begleiten statt Erziehen. Meine eigenen Grenzen zeigen statt per se dem Kind Grenzen setzen. Gleichwertige Beziehung. Vertrauen. Kompetenz des Kindes. Ihr wisst schon. Ich lerne in diesem Bereich unheimlich gerne dazu, lese Bücher und Blogs und tausche mich aus, vor allem auf Twitter.

Ausserdem bin ich immer leidenschaftlichere Feministin. Diese Seite von mir denkt bei meiner Kommunikation mit der Quatschnugel also ebenfalls mit: Welche Männer- und Frauenbilder bekommt die Quatschnudel vermittelt? Wie vermittle ich Nicht-Binarität? Wie lebe ich ihr vor, andere Menschen unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Aussehen zu behandeln? Und wie zeige ich ihr, dass ihr alle Möglichkeiten offen stehen, ohne strukturelle Benachteiligungen zu negieren?

In Sachen Antirassismus, Antiableismus, Antiklassismus, Antilookismus und Intersektionalität lerne ich ebenfalls noch dazu, bin aber immerhin auf dem Weg zum Gutmensch. (Und werde übrigens nie verstehen, wie irgendjemand dieses Wort als Schimpfwort benutzen kann.)

Über den Blogtitel

Der Satz, der den Titel des Blogs bildet, ist so nie gefallen. „Schau mal Mama…“ ständig. Auch „Schau mal Mama, ich kann schon…“. Und auch (mit leichtem Stolz in der Stimme): „Ich mache Sauerei!“. Die hier gewählte Zusammenstellung mag künstlich sein, aber sie vereint für mich den Spaß, Stolz und den Frust, den Kinder-Haben mit sich bringt.

Mir ist nachträglich bewusst geworden, dass das Wort „Sauerei“ im Hinblick auf Speziesismus unglücklich gewählt ist. Ich fürchte, wir haben dieses Wort der Quatschnudel beigebracht, ohne darüber nachzudenken. Persönlich finde ich es übrigens ein freundliches Wort: Für mich meint das Schmutz von der ist-doch-nicht-so-schlimm Sorte. (Aber ich weiß auch, dass das nicht viel entschuldigt.)

Über mich

Abgesehen von Mutter und Feministin bin ich noch Naturwissenschaftlerin, Sprachgenießerin, Wäre-Gern-Umweltaktivistin, 90%-Vegetarierin, Outdoorfanatikerin, Pazifistin, Kapitalismuskritikerin, Einbezieherin.

Hier möchte ich anonym bleiben und bitte euch, das zu respektieren.

Ich freue mich sehr über freundliche Kommentare in meinem Blog. Ich werde aber alles, was meiner Meinung nach nicht hier hin gehört, nicht als Kommentar zulassen. Dies ist mein virtuelles Heim und ich muss nicht jedermensch Zutritt gewähren.

Über mein Schreiben

Ich blogge hier, um meinen Umgang mit der Quatschnudel festzuhalten und zu reflektieren. Manchmal geht’s um Grundsätzliches; manchmal um Alltag.

Hier werden weder jetzt noch in Zukunft Werbeposts erscheinen. Ich habe eine gut bezahlte Anstellung und bin nicht daran interessiert, mit diesem Blog Geld zu verdienen. Andererseits habe ich auch keine Lust, Geld hineinzustecken; darum hat das Blog eine WordPress-URL und es erscheint (für die, die keinen Adblocker haben) Werbung via WordPress; dafür entschuldige ich mich.

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